S. Hagmayer: 100 Jahre «Vermesserblick» von oben
Laut dem Bundesamt für Statistik wechseln pro Sekunde 1,3 Quadratmeter der Schweiz ihre Nutzungsklasse. Landwirtschaftsflächen verschwinden, während Siedlungs- und Waldflächen zunehmen. Diese rasante Veränderung der Landschaft wird durch swisstopo laufend dokumentiert. Dauerte es früher noch Jahrzehnte, um eine Landeskarte zu produzieren, lässt sich heute mit Flugzeugen jährlich ein Drittel der Schweiz neu erfassen. Diese Vermessungsmethode nahm vor genau 100 Jahren ihren Anfang, als die damalige Landestopografie und die Schweizer Luftwaffe den Flugdienst ins Leben riefen. Der Blick aus der Luft wird wohl auch in den nächsten 100 Jahren nicht verschwinden, denn Vermessungsflüge sind nach wie vor die effizienteste Methode. Seit dem grossem Sprung nach vorn haben sich Technologie und Arbeitsweise weiterentwickelt, wenn auch in viel kleinerem Masse. Einige Veränderungen finden gerade jetzt statt.
N. Docci: Erstellung eines Hektarraster: wie GIS den Kantonalen Führungsstab BL bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest unterstützt
Im Fall eines positiven Befundes eines Schweinekadavers (Wild- oder Hausschwein) auf die Afrikanische Schweinepest müssen diverse Massnahmen getroffen werden. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sind die Kantone mit dem Treffen von Massnahmen direkt vor Ort zuständig. Im Kanton Basel-Landschaft wird in diesem Fall der Kantonale Führungsstab (KFS BL) eingesetzt welcher seinerseits eng mit dem kantonalen Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (ALV BL) zusammenarbeitet. Die Zusammenfassung der jeweiligen Massnahmen, Planungsannahmen sowie Handlung-Schwerpunkte sind in einer kantonalen Vorsorgeplanung zusammengefasst und erfolgt durch die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Partner. Ein Handlungsschwerpunkt bildet die Kadaversuche im Feld und Waldgebiet. Zur Aufwandsabschätzung und Lageverfolgung bestanden bis anhin nur begrenzte Möglichkeiten zur Organisation dieser Kadaversuche. Mit Hilfe des nachfolgend dargestellten Ablaufs wurde der Wald im Kanton Basel-Landschaft in ungefähr hektargrosse Bereiche eingeteilt und eindeutig benannt. Damit sollen im Falle einer Flächensuche die Suchteams gewinnbringend eingesetzt und zugewiesen werden.
M. Riedo, M. Parkan, C. Junod: LiDAR aérien haute densité et méthodes de deep learning pour une cartographie détaillée des forêts neuchâteloises
L’article met en lumière le potentiel du LiDAR aérien haute densité, couplé à des algorithmes deep learning, pour une cartographie inédite des forêts neuchâteloises. En exploitant des nuages de points de plus de 100 pts/m2 et des modèles dérivés à très haute résolution, le SITN propose de nombreux produits directement utilisables par les forestiers, des plus simples, comme le modèle numérique de canopée, basés sur des images aux plus sophistiqués valorisant directement le nuage de points 3D. Des méthodes avancées permettent de segmenter les couronnes, puis de classifier 20 essences principales grâce à des signatures LiDAR combinant géométrie et intensité, atteignant environ 80% de fiabilité et plus de 90% pour les résineux. Cette innovation offre une vision à la fois globale, détaillée et dynamique des forêts neuchâteloises, ouvrant la voie à des inventaires automatisés, à l’estimation précise des ressources forestières et à une meilleure compréhension et anticipation des effets du changement climatique sur un écosystème sous forte pression.
W. Messmer: Die Automatisierung des Basler Mehrzweckkatasters vor 50 Jahren
In den frühen Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts war allgemein eine Zeit des Umbruchs und hoher Teuerungsraten von über 10%. Die grossen Infrastrukturvorhaben des Kantons verlangten zweckmässige und aktuelle Plan- und Datengrundlagen. Die verfügbaren Planerstellungs- und Reproduktionstechnologien konnten den Anforderungen nicht mehr genügen. Die Personalsituation war schwierig. Man erhoffte sich mit dem Einsatz der EDV und der Digitalisierung in der amtlichen Vermessung und in vielen weiteren Bereichen der Verwaltung den Ansprüchen besser gerecht zu werden. Im Jahr 1972 hat der Basler Grosse Rat im Rahmen eines Ratschlags (Finanzierungsvorlage) für die Datenverarbeitung der ZED (Zentralstelle für elektronische Datenverarbeitung) auch die „Automatisierung des Basler Mehrzweckkatasters“ bewilligt. Die Anforderungen und Zielsetzungen wurden in einem detaillierten Pflichtenheft festgehalten, welches auch die Strukturierung der Daten und die Etappierung der Arbeiten zur Realisierung in groben Zügen enthielt.
GS online www.geomatik.ch :
GEOSummit 2026: Raum und Zeit neu denken. Themenblöcke von Geodaten bis GeoAI
Künstliche Intelligenz für 3D-Stadt- und Landschaftsmodelle. 23. Internationalen 3D-Forum Lindau 19./20. Mai 2026
MasterForum & GeoForum 2026 am FHNW Campus Muttenz am 16. Juni 2026
100 Jahre Flugdienst swisstopo 1926–2026. Zum 100 Jahre Jubiläum des Flugdiensts von swisstopo erscheint eine Sonderbriefmarke der SwissPost
Wer produziert die Geodaten von morgen? Fachkräftesituation im Bereich der Geoinformation
SOGI: Neue Vorstandsmitglieder und neue Website. GV vom 23. April in Fribourg
ETH Swiss GeoLab: ETH-Erdbeobachtungszentrum zieht nach Root
Surveying for Climate Resilience: Practical Climate Actions. FIG Publikation No. 85
Gewässer des Jahres 2026: Auenlandschaft Pfynwald. Aqua Viva zeichnet die Auenlandschaft Pfynwald im Wallis aus
25 Jahre Gesellschaft für die Geschichte der Geodäsie in der Schweiz GGGS. Tagungsbeiträge und Bildgalerie
Instrumentensammlung von swisstopo: Sammlungskatalog in swisstopohistoric publiziert
Cartographica Helvetica, Sonderheft 25: Die Schichtgravur auf Glas – 50 Jahre Technikgeschichte bei der Landestopografie von Hans-Uli Feldmann