Th. Glatthard: 25 Jahre GGGS
Die Gesellschaft für die Geschichte der Geodäsie in der Schweiz GGGS wurde 2001 gegründet als Nachfolgerin der Arbeitsgruppe Vermessungsgeschichte des SVVK (seit 1994). Ziel der GGGS ist bis heute: Die Bewahrung des materiellen und intellektuellen Erbes der Geodäsie in der Schweiz. Die GGGS befasst sich mit allen Anwendungsgebieten von geodätischen und vermessungstechnischen Methoden, sie verfasst Dokumentationen zu Arbeitsmethoden, Geräten für geodätische, vermessungstechnische und topographische Arbeiten und der diesbezüglichen Literatur technischen, historischen, politischen oder künstlerischen Inhalts. Ausserdem hilft sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei der Vermittlung von Spezialisten für Revisionen und Reparaturen von Instrumenten. In zahlreichen Publikationen und an regelmässigen Tagungen stellt die GGGS das geodätische Erbe einem breiten Publikum vor. Seit 2013 hat die GGGS als Motto: Aus der Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft.
L. Gerber: Die Instrumentensammlung von swisstopo
Neben historischen Karten und Messbildern pflegt swisstopo eine Auswahl historischer Arbeitsinstrumente. Die Instrumentensammlung von swisstopo dokumentiert die Arbeitsmittel der Schweizerischen Landesvermessung zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Damit ist sie eine wichtige Grundlage für das Verständnis von historischen Karten, Plänen und Messbildern.
D. Schneider: WIKI-Biografien von Schweizer Geodäten und Ingenieuren
Hochinteressante Lebensgeschichten von bedeutenden Schweizer Geodäten, Ingenieuren und Konstrukteuren wurden von einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Gesellschaft für die Geschichte der Geodäsie in der Schweiz (GGGS) recherchiert und auf Wikipedia publiziert. Die Biografien sind mittels der gängigen Internet-Suchmaschinen für jedermann leicht und dauerhaft zugänglich. Die Schweizerische Nationalbibliothek archiviert die Online-Publikationen dauerhaft in der Sammlung e-Helvetica. Die Texte werden als prioritäre Trainingsdaten für die KI verwendet und fliessen somit auch in die Antworten der KI-Chatbots ein.
A. Giger: Die Geometerschule von Fribourg
Die 1896 eröffnete «Ecole de Métiers» bedeutete in der damals klerikal-konservativen Bildungslandschaft Freiburgs einen Durchbruch. Das kantonale Gesetz (1903) über die Organisation des «Technicum» oder der «Ecole des Arts et Métiers» definierte drei Werkstatt-Schulen und fünf technische Schulen. Eine davon, die Geometerschule, öffnete ihre Türen 1905. Die «Bildungsfrage» wird in einem Bundesreglement 1913 gelöst. Fortan brauchen Geometer einen Maturitätsnachweis. Freiburgs Lösung: Ab 1916 hatten sich die angehenden Geometer an der Universität einzuschreiben; die theoretischen Fächer waren dort und die Fachausbildung am Technikum zu absolvieren. In der Folge sanken die Studierendenzahlen und ab 1923 blieben die Türen wieder geschlossen.
S. Egli: Citizen-Science-Projekte zu Georeferenzierung an der Zentralbibliothek Zürich
Die Abteilung Karten und Panoramen der Zentralbibliothek Zürich lancierte beginnend mit dem Pilotprojekt von 2021 bisher vier crowdbasierte Georeferenzierungskampagnen. Freiwillige verorteten online über 8800 Landkarten und Pläne. Im jüngsten Projekt 2025 warteten Manuskriptkarten, in den drei Vorgängerprojekten gedruckte Ressourcen, auf eine engagierte Crowd. Die auf der Plattform OldMapsOnline erarbeiteten und publizierten Resultate wurden nach Projektabschluss jeweils Forschenden und weiteren Interessierten zur freien Verfügung gestellt. Karten aus der Zeit des Spätmittelalters bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden so besser sicht- und lesbar gemacht und können miteinander verglichen werden.
Th. Glatthard: Geodäsie in Literatur, Film und Kunst
«Der Ingenieur, der hat’s heut schwer» lautete 1986 der Titel einer Anthologie von Karl Andreas Edlinger mit Technik-Geschichten aus 15 Ländern. Die Geschichten zeigen Ingenieure, die brillante Lösungen finden, aber an der Realität scheitern; Technik, die Menschen helfen soll, aber unerwartete Nebenwirkungen hat; gesellschaftliche Reflexionen über Fortschritt und Verantwortung. Fazit: Ingenieure haben es überall schwer – aber ohne sie geht nichts. Ingenieure und insbesondere Landvermesser sind in der Literatur, im Film und in der Kunst immer wieder präsent: als Wegbereiter des Fortschrittes, aber auch als Zerstörer der Natur, als Erfinder, aber auch als Bürokraten. Die GGGS e-Expo stellt Bilder, Bücher und Filme vor.
GS online www.geomatik.ch :
100 Jahre Flugdienst swisstopo 1926–2026. Zum 100 Jahre Jubiläum des Flugdiensts von swisstopo erscheint eine Sonderbriefmarke der SwissPost
Künstliche Intelligenz für 3D-Stadt- und Landschaftsmodelle. 23. Internationalen 3D-Forum Lindau 19./20. Mai 2026
28‘000 historische Fotos zur Wald- und Lawinenforschung veröffentlicht. Auf Bildplattform E-Pics der ETH Zürich frei zugänglich
Wer produziert die Geodaten von morgen? Fachkräftesituation im Bereich der Geoinformation
Geomatik-Frühlingskolloquien Institut Geomatik FHNW
Bedeutende Personen der Geodäsie in der Schweiz. GGGS Arbeitsgruppe Wikipedia
Jubiläumstagung 25 Jahre GGGS. 15. April 2026 im Stadtmuseum Aarau
GEOSummit 2026: 6. Mai 2026, FHNW in Olten. Raum und Zeit neu denken - Geoinformationen für heute und morgen
Strategie Geoinformation Schweiz. Der neue Aktionsplan 2026 ist da
SVGW-Datenmodell Wasser Werkinformation. Vernehmlassung innerhalb der Wasserversorgungs- und Geomatikbranche
Vor 20 Jahren: GIS/SIT 2006. «Räumliches Informationsmanagement für Wirtschaft und Verwaltung», 14.-16. Februar 2006 an der Universität Zürich Irchel
Vor 20 Jahren: Welche Landschaft wollen wir? NFP 48 „Landschaften und Lebensräume der Alpen“
«Voyages Pittoresques»: Bilder der Schweiz Online. Mit den Augen von Caspar Wolf durch die Alpen des Berner Oberlands und der Zentralschweiz